Meine Existenz ist gesichert – doch dann passierte DAS!

Meine Existenz ist gesichert - doch dann passierte DAS!

Ja du hast richtig gelesen!

Meine unternehmerische Existenz stand am Abgrund. Mein Business kurz vor dem Aus.

Doch ich habe es geschafft mein Business und meine Existenz zu retten!

Natürlich habe ich daraus meine Lehren gezogen. Diese teile ich mit dir, dass du nicht in so eine Situation kommst und das Handtuch wirfst.

 

Das war passiert

Seit etwa Anfang April machte mein PC Probleme. Immer wieder traten Fehler auf und die Funktionalität war eingeschränkt.

Trotzdem konnte ich damit noch relativ gut arbeiten. Zum Großteil funktionierte alles dann doch irgendwann.

Ich hatte also auf dem Schirm, dass ich mich darum kümmern sollte. Entweder die Fehler analysieren und beheben oder das System austauschen. Schließlich war alles schon ziemlich in die Jahre gekommen. Und abgeschrieben.

Natürlich kamen auf meine ToDo Liste immer wieder neue Punkte. Da ich Projekte und Kunden jedoch als wichtiger einstufte habe ich die Probleme immer wieder vor mir hergeschoben. Schließlich verdiene ich ja mit den Kunden mein Geld.

Was soll mit dem Computer schon groß passieren. Zudem habe ich ja kürzlich mal wieder eine Datensicherung gemacht.

Außerdem ging ich ja Anfang Juni auf Reise und wollte mich vorher nicht mehr darum kümmern. Es gab wichtigeres. Aber wenn ich zurück bin wollte ich das gleich erledigen.

Voller Euphorie, Inspirationen & Tatendrang kam ich zurück. Am ersten Tag zu Hause wollte ich nur kurz Mails checken und am Tag darauf loslegen.

‚Klatsch‘. Wie ein Schlag in die Fresse hat es mich erwischt.

Mein PC ging nicht mehr an! Tot! Komplett im Eimer!

‚Ok, dann arbeitest du eben mit dem MacBook Air‘, war mein erster Gedanke. Prinzipiell war dies auch möglich. Bis zu einem gewissen Punkt.

Ich konnte zwar am MacBook meine Onlinesysteme betreuen und auch einiges für Kunden erledigen. Doch die ganzen wichtigen Daten für Kunden und Projekte hatte ich auf meinem Desktop PC gespeichert. Auch einen lückenlosen E-Mail Verlauf gab es nur dort. Genauso wie meine kaufmännischen Daten und Steuerdaten etc. Viele Dinge die rechtliche Probleme nach sich ziehen!

Eine Kontrolle meiner Datensicherung zeigte sehr schnell, dass diese teilweise nicht funktionierte. Dadurch gab es hier nur veraltete Daten oder unvollständige Daten zu holen. Auch in verschiedenen Cloud-Diensten war nicht alles zu holen.

Als ich dann noch feststellte, dass die komplette Festplatte meines PCs defekt ist und ich auch mit Spezialsoftware keine Daten mehr wiederherstellen kann, war ich am absoluten Tiefpunkt angekommen.

Ich sah mein Business am Ende. Und kurz davor war es zu diesem Zeitpunkt tatsächlich. Die verworrensten Gedanken flogen mir schon durch den Kopf. Ich begann schon Maßnahmen für das Ende meines Unternehmens vorzubereiten.

Da mich alles jedoch so extrem angekotzt hat habe ich erstmal einen Tag gar nichts gemacht.

Und das war das Beste was ich tun konnte!

Dadurch gewann ich emotional Abstand. Und bekam einen komplett neuen Blick auf das Ganze.

Ich arbeitete mit Minimalausstattung und sozusagen im Notbetrieb. Ich bediente die Anfragen und Projekte die ich bearbeiten konnte. Und versuchte so viel Daten wie möglich von meinen Virtuellen Assistenten zu bekommen. Natürlich steht diesen nur das Nötigste zur Verfügung und entsprechend mager war der Rücklauf.

Der zweite Weg den ich ging war die Beauftragung einer Spezialfirma. Dieses Unternehmen macht nichts anderes als die Wiederherstellung von defekten Datenträgern in Speziallaboren. Dies kostete zwar mehrere tausend Euro, aber schließlich stand meine Existenz auf dem Spiel. Trotzdem zögerte ich zuerst, bis ich mich dafür entschied.

Als Ergebnis erhielt ich später fast alle meine Daten wieder.

 

Das habe ich daraus gelernt

1.) Die Todos auf der Liste müssen täglich überprüft, neu bewertet und  priorisiert werden

2.) Aufgaben dürfen nicht lange mitgezogen werden. Anpacken und zeitnah erledigen. Eigentlich kein Geheimnis, trotzdem ein sehr häufiger Fehler.

3.) Datensicherungen müssen regelmäßig durchgeführt und kontrolliert werden. Der bittere Beigeschmack ist, dass ein ITler wie ich dies erst so lernen muss…

4.) Die Nutzung von Cloud-Diensten muss verstärkt werden. Ich versuche jetzt noch mehr Cloud-Services zu verwenden als ich es eh schon tue.

5.) Wichtige Daten werde ich an mehreren Orten vorhalten.

6.) Du solltest dich nicht so stark in eine Situation hineinsteigern. Falls doch, musst du erstmal Abstand gewinnen und die Sache neu betrachten.

7.) Wenn du am Boden bist, wirf nicht gleich das Handtuch. Reiß dich zusammen, versuche das Beste im Moment zu machen und Blick wieder nach vorne.

8.) Scheue dich nicht davor dir helfen zu lassen. Auch wenn es dich viel kostet. Denke nicht was wäre wenn sondern verbuche es als Lehrgeld.

9.) Es ist nicht sinnvoll viele verschiedene Geräte zu haben, wenn die Daten doch nur an einer Stelle liegen. Vereinfache und verschlanke deine Ausstattung auf das Nötigste.

 

Das Positive daran

Wie jedes Ereignis hat auch dieses eine positive Seite.

Ich dachte immer ich brauche einen festen Arbeitsplatzcomputer, ein Laptop für unterwegs und ein Tablet. Überall hatte ich etwas gearbeitet und dann am entsprechenden Gerät doch nie die Daten im Zugriff die ich brauchte.

Viel konnte ich am Laptop oder Tablet unterwegs vorbereiten. Abschließend musste ich dann doch wieder an meinem Schreibtisch am festen Computer machen. Meine Arbeitsabläufe und Prozesse waren dadurch ineffizient.

Technisch habe ich jetzt ein System gefunden, das ich mir innerlich schon lange gewünscht habe. Außen herum habe ich mir jetzt eine Struktur aufgebaut, die für mich und meine Arbeitsweise optimal ist. Zudem optimiere ich momentan noch meine Abläufe.

Wenn ich damit fertig bin, stelle ich dir mein neues Arbeitssystem und meine Abläufe vor.

Meine Fragen an dich:

Hattest du mit deinem Unternehmen auch schon schwerwiegende Probleme? Was hast du daraus gelernt? Welche Maßnahmen für den Worst-Case hast du getroffen?

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Dein Beitrag fing irgendwie so an als wenn es auf einen Link zu einen Datenretter führen würde. Das nur mal so vorweg.
    Ich habe meine Sicherungen in verschiedenen Clouds sodass mir sowas gar nicht passieren kann.
    Als es noch keine Clouds gab hatte ich meine Daten auf einer externen Platte gesichert.

    Eine Cloud die sich dann automatisch noch verschiedenen Geräten synchronisiert ist sicherlich die beste Lösung

    Aus Schaden wird man klug. Der alte Spruch wird auch noch Millionen Jahre weiterleben 🙂

    Grüße
    Lothar

    1. Danke für deinen Kommentar und den Hinweis.
      Ich wünsche dir, dass deine Sicherungen zuverlässig funktionieren. Falls du das nicht schon tust, solltest du diese vielleicht mal kontrollieren/testen.
      Ja in eine ähnliche Richtung mit Cloud auf verschiedenen Geräten synchron geht auch mein neues Konzept.

      Beste Grüße
      Jens

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